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Tipps gegen häufige Beschwerden in der Schwangerschaft

Nicht wenige Frauen leiden in der Schwangerschaft unter Beschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen, Hämorrhoiden, Wadenkrämpfen oder Wasser in den Beinen. Die AOK gibt Tipps, was Sie dagegen tun können. Fragen Sie bei starken Schwangerschaftsbeschwerden unbedingt Ihren Haus- oder Frauenarzt oder Ihre Hebamme.

Übelkeit

Wenn Ihnen nach dem Aufstehen übel ist, sollten Sie trotzdem eine Kleinigkeit zu sich nehmen, zum Beispiel einen Zwieback oder eine Tasse Tee. An einer Zitronenscheibe zu riechen kann helfen, das unangenehme Gefühl der Übelkeit zu mindern. Wenn Sie sich häufig übergeben müssen, spülen Sie am besten hinterher den Mund mit Wasser oder einer fluoridhaltigen Mundspülung aus. Die morgendliche Übelkeit tritt meist nur in den ersten drei Monaten auf, kann aber sehr unangenehm sein. Bei häufigem Erbrechen sollten Sie Ihren Frauenarzt zu Rate ziehen.

Sodbrennen

Saure, fette und stark gewürzte Speisen sowie Kaffee und schwarzen Tee sollten Sie in der Schwangerschaft grundsätzlich vermeiden, um Sodbrennen vorzubeugen. Bevorzugen Sie leichte Kost und verteilen Sie sie auf mehrere kleine Mahlzeiten am Tag. Essen Sie langsam und in Ruhe. Bei akutem Sodbrennen kann es helfen, einen Esslöffel Haferflocken langsam zu kauen. Bei Milch gehen die Meinungen auseinander: Manchen Frauen hilft sie, anderen nicht.

Verdauungsbeschwerden

Trinken Sie bei Verstopfung morgens auf nüchternen Magen ein Glas Mineralwasser oder essen Sie ein paar über Nacht eingeweichte Dörrpflaumen. Auch Kleie oder Leinsamen fördern die Verdauung, wenn sie in kleinen Mengen unter Joghurt oder Müsli gerührt werden. Wichtig ist, dass Sie dazu ausreichend trinken: pro Esslöffel Kleie ein Glas Mineralwasser. Bewegen Sie sich so viel wie möglich, um den Verdauungstrakt anzukurbeln.

Wadenkrämpfe

Meiden Sie langes Stehen und legen Sie auch tagsüber öfter mal die Beine hoch, um sich vor Wadenkrämpfen und Krampfadern zu schützen. Schlafen Sie nachts mit leicht erhöhtem Fußende. Manchmal hilft auch ein Magnesium-Präparat. Trockenbürsten und sanftes Streichen in Richtung Herz sind ebenso angenehm. Leichte Dehnübungen der Bein- und Fußmuskulatur wirken entspannend auf die Muskeln. Die Dehnung ungefähr eine Minute beibehalten.

Rückenschmerzen

Um Ihren Rücken zu entlasten und Schmerzen vorzubeugen, achten Sie unbedingt auf Ihre Körperhaltung. Auch die Schwangerschaftsgymnastik, ein entspannendes Bad oder Schwimmen kann helfen. Fragen Sie am besten Ihren Frauenarzt oder Ihre Hebamme, worauf Sie achten müssen.

Hämorrhoiden

Wenn Sie unter Hämorrhoiden leiden, sorgen Sie für eine regelmäßige Verdauung. Kühlende Kompressen, Teilbäder mit Eichenrindenextrakt sowie das Einreiben der betroffenen Körperregion mit einer Pflegecreme helfen in der Regel gegen Juckreiz und Schmerzen. Wenn diese Mittel nicht ausreichen, verschreibt Ihnen der Arzt oder die Hebamme Salben oder Zäpfchen, die Sie in der Schwangerschaft anwenden dürfen.

Geschwollene Knöchel

Im zweiten Teil der Schwangerschaft kann es zu Wasseransammlungen in den Füßen, Knöcheln, Händen oder Fingern kommen. Gegen diese sogenannten Stauungsödeme, die vor allem abends auftreten, helfen Bewegung und Gymnastik. Lagern Sie zudem die Beine hoch, kreisen Sie Füße und Hände und ziehen Sie die Zehen in Richtung Nasenspitze. Trinken Sie außerdem ausreichend.

Verschwinden die Ödeme über Nacht nicht, gehen Sie bitte zu Ihrem Haus- oder Frauenarzt. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn die Schwellungen auch an den Unterschenkeln, den Händen sowie im Gesicht auftreten und dazu Sehstörungen, Übelkeit oder starke Kopfschmerzen kommen.

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