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Das hilft bei Reiseübelkeit

Übelkeit, Schwindel, Schweißausbrüche – die Reisekrankheit verdirbt schätzungsweise fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung die Freude auf den bevorstehenden Urlaub. Dr. Sabine Knapstein, Ärztin und Psychotherapeutin der AOK Baden-Württemberg, erklärt Ursachen der Reisekrankheit und sagt, was Sie gegen die Symptome tun können.

Ursachen für die Reisekrankheit

Bei langen Auto- oder Busfahrten, im Flugzeug und häufig auf dem Schiff wird einigen Menschen übel. Sie leiden unter starkem Schwindel und bekommen Schweißausbrüche. „Das sind typische Anzeichen einer Kinetose, im Volksmund auch Reisekrankheit genannt“, so Dr. Sabine Knapstein. „Wenn wir zum Beispiel bei einer Auto- oder Busfahrt auf einer kurvigen Straße in einem Buch lesen, melden unsere Augen an das Gehirn, dass wir ruhig dasitzen. Gleichzeitig registriert das Gleichgewichtsorgan im Innenohr die Bewegung unseres Körpers und leitet das ans Gehirn weiter. Unser Gehirn erhält dann von unseren Sinnesorganen widersprüchliche Informationen zur Bewegung unseres Köpers im Raum. Durch diese Verwirrung unseres Gehirns können dann die Symptome der Reisekrankheit ausgelöst werden“, erläutert Dr. Sabine Knapstein. Außerdem spielen psychische Einflüsse wie die Erwartung, dass Übelkeit auftreten wird oder Flugangst eine große Rolle bei der Reisekrankheit.

Kinder häufiger betroffen

Grundsätzlich kann jeder reisekrank werden. „Kinder unter zwei Jahren sind kaum betroffen, weil der Gleichgewichtssinn noch nicht so weit entwickelt ist. Besonders anfällig sind dagegen Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren. Danach sinkt die Neigung zur Reisekrankheit wieder“, so Dr. Sabine Knapstein.

Hilfreiche Tipps bei Reisekrankheit

Wichtig ist, ausgeruht in den Urlaub zu fahren. Entspannungsübungen vor Antritt der Reise können ebenfalls zu besserem Wohlbefinden beitragen. Außerdem rät Dr. Sabine Knapstein:

  • Bei Auto- oder Busfahrten geradeaus schauen und nichts nebenbei machen, also nicht lesen oder Filme ansehen.
  • Bei Autofahrten öfter mal eine Pause an der frischen Luft einlegen.
  • Ohrstöpsel gegen Lärm tragen, weil dies das Gleichgewichtsorgan im Innenohr vor Überforderung schützt.
  • Penetrante Gerüche meiden.
  • Während der Reise den Magen mit kleinen Mahlzeiten wie Zwieback, Knäckebrot oder Salzbrezeln sowie mit Schwarz-, Kamillen- oder Salbeitee beruhigen.
  • Während einer Seereise in der Mitte des Schiffes sitzen oder an Deck gehen und einen Punkt am Horizont beobachten. Bei längeren Seereisen tritt zumeist nach drei bis vier Tagen eine Gewöhnung ein und die Beschwerden bessern sich in der Regel von selbst.

Wer unter starker Übelkeit leidet, kann kleine Ingwer-Stücke kauen. Ingwer soll dem Brechreiz entgegenwirken. Außerdem gibt es verschiedene Medikamente in Form von Kaugummis, Tabletten oder Zäpfchen. Vor einer Einnahme lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

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