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Arzneimittel umweltgerecht entsorgen

Sind Medikamente abgelaufen, verdorben oder werden nicht mehr benötigt, sollten Sie sie richtig entsorgen. Die AOK Baden-Württemberg und das Umweltministerium Baden-Württemberg setzen sich für den verantwortungsvollen Umgang mit Gesundheit und Umwelt bei Arzneimitteln ein.

Abgelaufene Medikamente gehören in den Restmüll

„Nicht aufgebrauchte Tabletten, Kapseln, Salben, Säfte oder Tropfen gehören in den Restmüll – und zwar ausnahmslos,“ betonte Umweltminister Franz Untersteller anlässlich der Werbeaktion der AOK Baden-Württemberg. „Über die Restmülltonne werden Arzneimittelreste verbrannt und sicher entsorgt. Auf diese Weise können wir unsere Umwelt vor unnötigen Belastungen durch medizinische und pharmazeutische Wirkstoffe bewahren.“

Eine Ausnahme bilden in Baden-Württemberg nur die beiden Landkreise Emmendingen und Ortenaukreis: Dort müssen Arzneimittel über die kommunale Schadstoffsammlung entsorgt werden, weil der Restmüll mechanisch-biologisch behandelt wird.

Arzneimittel nicht in die Toilette kippen

Wichtig für eine umweltbewusste Entsorgung von alten Medikamenten ist vor allem, dass Sie diese nicht über die Toilette oder das Waschbecken entsorgen. Das belastet den Wasserkreislauf. Seit dem 1. Juni 2005 wird in Deutschland der Hausmüll in Müllverbrennungsanlagen verbrannt oder mechanisch-biologisch vorbehandelt, bevor er in Deponien gelagert wird. Dadurch werden die Schadstoffe, die sich in abgelaufenen Medikamenten befinden können, weitgehend zerstört oder inaktiviert. Wird der Müll anschließend deponiert, stellen eventuell vorhandene Arzneimittelreste keine Gefahr für das Grundwasser dar.

Verdorbene Medikamente erkennen

Das Ablaufdatum kennzeichnet die Haltbarkeit von Medikamenten. In der Packungsbeilage finden Sie Hinweise darauf, in welchem Zeitraum Sie das Arzneimittel nach der Öffnung aufbrauchen beziehungsweise entsorgen sollten. Hier steht auch, wie Sie das jeweilige Medikament am besten aufbewahren. Durch unsachgemäße Lagerung können Arzneimittel verderben. Daran erkennen Sie verdorbene Medikamente:

  • Gele, Cremes, Salben oder Zäpfchen haben sich verflüssigt oder verfärbt
  • Tabletten zeigen Verfärbungen oder Risse
  • Verpackungen sind aufgebläht
  • Medikamente riechen streng
  • Tropfen, Säfte oder Injektionspräparate sind flockig oder eingetrübt

Fragen Sie im Zweifelsfall in Ihrer Apotheke nach, ob Sie das Medikament noch verwenden können.

Verantwortungsbewusster Umgang mit Medikamenten

„Beim Umgang mit Arzneimitteln geht es immer um das Thema Verantwortung“, erklärt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. „Zunächst betrifft der verantwortungsvolle Umgang mit Medikamenten natürlich die eigene Person. Spätestens dann, wenn es um die Entsorgung von Alt-Arzneimitteln geht, kommt das Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt und die Gesundheit anderer mit ins Spiel. Nachhaltigkeits-, Gesundheits- und Umweltaspekte gehören für die AOK Baden-Württemberg zusammen. Es ist daher für uns ein großes Anliegen, unsere Versicherten über dieses wichtige Thema zu informieren.“

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