Kein Ort gewählt
Keine AOK gewählt

Der Medikationsplan hilft, den Überblick zu behalten

Wer dauerhaft mehr als drei verschriebene Medikamente gleichzeitig einnimmt oder anwendet, hat Anrecht auf einen Medikationsplan vom Arzt. Damit sollen Wechselwirkungen vermieden werden.

Wozu ein Medikationsplan?

Manchmal verordnet ein Arzt ein Medikament, von dem andere behandelnde Ärzte nichts erfahren. Oder der Patient nimmt zusätzlich nicht verschreibungspflichtige (rezeptfreie) Arzneimittel ein, von denen der Arzt ebenfalls nichts weiß. Der Medikationsplan oder auch Medikamentenplan soll für Übersicht sorgen und das Risiko von Arzneimittel-Wechselwirkungen senken. Den Plan sollte man beispielsweise beim Arztbesuch oder der Einweisung in eine Klinik mit sich führen. Die behandelnden Ärzte können die Informationen so bei ihrer Verordnung berücksichtigen.  

Auch für Pflegebedürftige ist ein Medikationsplan sehr sinnvoll. Sie nehmen oft fünf und mehr Medikamente regelmäßig ein und mit der Liste haben pflegende Angehörige, professionelle Pflegekräfte und Ärzte mögliche Wechselwirkungen besser im Blick.

Wer erstellt den Medikationsplan?

Es ist vorgesehen, dass die behandelnden Hausärzte den Medikationsplan erstellen und aktualisieren. Sollten Sie keinen Hausarzt haben, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Facharzt. Der Plan kann danach von Ärzten oder auch Apothekern aktualisiert werden.

Was enthält der Medikationsplan?

Im Medikationsplan stehen Angaben zum Wirkstoff, zum Handelsnamen, zu Stärke, Darreichungsform, Dosierung, Einnahmezeiten und Einnahmegrund Ihrer Medikamente – und zwar zunächst nur auf Papier. Spätestens ab 1. Januar 2019 sollen die entsprechenden Informationen auch auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeichert werden. Diese elektronische Speicherung der Medikationsdaten ist freiwillig. Versicherte haben auch weiterhin einen Anspruch auf die Papierversion des Medikationsplans.

Der Medikationsplan ist keine Pflicht

Der Patient entscheidet selbst, ob er einen Medikationsplan haben möchte. Die Angaben im Medikationsplan müssen auch nicht vollständig sein: Patienten dürfen den Arzt bitten, bestimmte Arzneimittel nicht aufzuführen. Bitte beachten Sie aber: Je vollständiger alle Arzneimittel im Medikationsplan dokumentiert sind, desto umfassender und damit nützlicher ist er.

Das könnte Sie auch interessieren

Telefonische Arzneimittelberatung für Schwangere und stillende Mütter.
Mehr erfahren
Medikamente wirken besser, wenn Sie sie wie vorgesehen einnehmen.
Mehr erfahren
Die AOK rät: Informieren Sie sich bei Wahlarzneimitteln vorher über die für Sie entstehenden zusätzlichen Kosten.
Mehr erfahren
Kontakt zu meiner AOK Baden-Württemberg
Ihr Ansprechpartner vor Ort

Persönlich und nah mit 230 AOK-KundenCentern in ganz Baden-Württemberg

Meinen Ansprechpartner finden

AOK-Service-Telefon: 24 Stunden täglich und kostenfrei

Weitere Kontaktangebote
AOK-DirektService: Schnelle und fachkundige Antworten für Ihre Region
AOK-MedTelefon: Die Hotline für Ihre Gesundheit