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Hilfe bei Schulproblemen

Kinder, die sich beim Lernen besonders schwer tun oder von ihren Mitschülern systematisch geärgert werden, brauchen gezielte Hilfe.

ADHS oder das Zappelphilipp-Syndrom

Ist ihr Kind hyperaktiv, sehr impulsiv und kann sich nur kurz konzentrieren? Bemerken Sie Stimmungsschwankungen und Aggressivität in seinem täglichen Verhalten? Reden Sie mit ihrem Arzt darüber. Möglicherweise liegen Anzeichen für eine Aufmerksamkeits-Defizit­(Hyperaktivitäts)­-Störung (ADHS) vor. Eine endgültige Diagnose können nur speziell ausgebildete Kinderärzte oder Kinderpsychologen stellen. Es gibt verschiedene Behandlungsansätze.

Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)

Manche Kinder können bereits gelernte, schon geübte Buchstaben und Grundwörter nicht wiedererkennen und haben Probleme beim Lesen und Schreiben. Wenn Sie glauben, dass Ihr Kind davon betroffen ist, sprechen Sie mit seinem Deutschlehrer. Er kann Ihnen sagen, ob er Legasthenie vermutet. Bestätigt sich diese Vermutung, ist das kein Grund zur Sorge. Die Lese-Rechtschreib-Schwäche ist eine Entwicklungsstörung, die Kinder mit einem gezielten Förderprogramm in den Griff bekommen können.

Dyskalkulie

Fünf bis sechs Prozent der Grundschüler leiden an Dyskalkulie. Das bedeutet, sie haben Schwierigkeiten, den Zahlenraum über zehn zu erfassen. Auch die Berechnung von Entfernungen und Gewichten fällt ihnen schwer. Mit dem intensiven Üben der Grundrechenarten allein ist es aber nicht getan. Gezielte Fördermaßnahmen von speziell geschulten Fachkräften helfen, diese Lernauffälligkeit zu überwinden.

Mobbing

In jeder Klasse gibt es Reibereien und Streitigkeiten. Kinder müssen lernen, ihre Konflikte selbst zu lösen. Sie sollten aber hellhörig werden, wenn Ihr Kind nicht mehr gern in die Schule geht, keine Freunde mehr treffen möchte und verängstigt und still wirkt. Der Grund könnte Mobbing in der Schule sein. Sprechen Sie offen mit Ihrem Kind und mit dem Klassenlehrer darüber. Viele Schulen haben Programme gegen Mobbing und helfen Kindern und Eltern. Auch der schulpsychologische Dienst kann unterstützen, ebenso Jugendberatungsstellen.

Cybermobbing

Unter Cybermobbing versteht man das Belästigen, Beleidigen oder sogar Bedrohen über das Internet oder Handy. Es ist ein Mittel, um Mitschüler scheinbar anonym unter Druck zu setzen. Betroffene fühlen sich dem Terror mittels mobiler Dienste oder über digitale soziale Netzwerke oft schutzlos ausgeliefert. Erklären Sie ihrem Kind, dass es sich auch hier zur Wehr setzen kann:

  • Bei Verleumdungen oder Beleidigungen als Beweise Screenshots erstellen. Sie können sie auch an den Betreiber der Seite schicken. Er kann den Täter sperren.
  • Mobbing via Handy läuft meist über Messenger-Dienste. Auch hier sollten Sie die Nachrichten als Beweismittelt speichern. Notfalls kann ihr Kind die Nummer wechseln und sie nur an vertrauenswürdige Personen weitergeben.
  • Bei besonders aggressiven Angriffen oder sogar Todesdrohungen, zögern Sie nicht, die Polizei einzuschalten. Wichtig ist, Screenshots und gespeicherte E-Mails oder Handy-Nachrichten als Beweise vorzulegen. Zusätzlich sollten Sie einen Anwalt einschalten.

Wildes Kind oder ADHS – gefragt ist hier der Spezialist

Wildes Kind oder ADHS? Der Übergang zwischen normalem Verhalten und Verhaltensauffälligkeiten ist oft fließend. Ist Ihr Kind hyperaktiv, sehr impulsiv und kann sich nur kurz konzentrieren? Bemerken Sie Stimmungsschwankungen und Aggressivität in seinem täglichen Verhalten? Reden Sie mit Ihrem Arzt darüber. Insbesondere bei Jungen gilt es, einen ausgiebigen Bewegungsdrang und Stressreaktionen von einer tatsächlichen Störung zu unterscheiden. Dafür ist eine ganzheitliche Unterstützung der Familie und des Kindes nötig, auch um Konzentrationsstörungen ohne Hyperaktivität zu erkennen.

Um eine eindeutige Diagnose sicherzustellen, ist die Einbeziehung speziell ausgebildeter Kinderärzte oder Kinder- und Jugendpsychotherapeuten erforderlich. Das Kind wird bei der Behandlung angeleitet, den Alltag besser zu organisieren, Stress gezielt abzubauen sowie Stimmungen und impulsives Handeln unter Kontrolle zu bringen. Je nach Ausprägung können auch Medikamente verordnet werden. Auch die Eltern, Erzieher und Lehrer werden in die Therapie einbezogen. Sie werden dabei unterstützt, positive Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Kindes zu schaffen.

Hilfestellung zur Bewältigung des Alltags mit dem Kind und zur Stressreduktion erhalten Eltern zusätzlich durch den ADHS-Elterntrainer. Zusätzliche Vorteile bietet betroffenen Familien auch die Teilnahme am Haus- und FacharztProgramm der AOK Baden-Württemberg.

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