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Selbsthilfe – ein starkes Netz

Der Austausch von Wissen und Erfahrung hilft chronisch kranken und behinderten Menschen und ihren Angehörigen, ihre Situation anzunehmen. Deshalb unterstützt die AOK seit mehr als 30 Jahren die Selbsthilfe (Gruppen, Landes- und Bundesverbände sowie Kontaktstellen) finanziell und organisatorisch.

Wie unterstützt die AOK Selbsthilfegruppen?

Die AOK unterstützt Strukturen und Aktivitäten der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe durch finanzielle und infrastrukturelle Hilfen seit mehr als 30 Jahren. Die gesetzlichen Krankenkassen stellen für die Förderung von Selbsthilfeeinrichtungen 2017 insgesamt 76,45 Millionen Euro zur Verfügung. Davon stellt allein die AOK rund 27,15 Millionen Euro.

Förderung bedeutet für die AOK allerdings nicht nur die Bereitstellung finanzieller Mittel. Sie hilft auch der Selbsthilfeorganisation, indem sie Betroffenen infrastrukturelle Hilfen sowie fachliches Know-how zur Verfügung stellt.

Voraussetzungen für Selbsthilfeförderung

Eine Selbsthilfevereinigung muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um Fördermittel zu erhalten. Dazu zählen unter anderem:

  • Die Selbsthilfearbeit muss von Betroffenen für Betroffene erbracht werden.
  • Die Aktivitäten sind auf die gemeinsame Bewältigung chronischer Krankheiten und Behinderungen ausgerichtet.
  • Die Gruppe besteht aus mindestens sechs Teilnehmern, ist offen für neue Mitglieder und macht ihr Angebot in der Öffentlichkeit bekannt.
  • Es bestehen keine wirtschaftlichen Interessen.
  • Die Gruppe verpflichtet sich zur Neutralität und arbeitet unabhängig von der Pharmaindustrie und anderen Wirtschaftsunternehmen.
  • Die Finanzsituation ist jederzeit transparent.
  • Es besteht Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Krankenkassen unter Wahrung der Neutralität und Unabhängigkeit.

Gefördert wird gesundheitsbezogene Selbsthilfe, die einen engen Bezug zu medizinischen Erfordernissen hat. Die Förderung erfolgt auf der Grundlage des § 20h SGB V in Verbindung mit den vom GKV-Spitzenverband herausgegebenen Fördergrundsätzen.

Welche Möglichkeiten der Förderung gibt es?

Die Bereitstellung der Fördermittel ist unterteilt in kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung (Pauschalförderung) und kassenartenindividuelle Projektförderung.

  • Die pauschalen Mittel werden der Selbsthilfe zur Absicherung ihrer regelmäßig wiederkehrenden Aufwendungen (zum Beispiel Raummiete) zur Verfügung gestellt.
  • Die Projektförderung unterstützt einzelne, inhaltlich und zeitlich abgegrenzte Vorhaben. Dazu gehören beispielsweise Seminare und andere Veranstaltungen.

Selbsthilfeförderung beantragen

Bitte erkundigen Sie sich frühzeitig bei Ihrer AOK nach den Fristen für die Antragsabgabe. Zuständig für Förderanträge von Selbsthilfeorganisationen auf Bundesebene ist der AOK-Bundesverband. Selbsthilfe-Landesverbände wenden sich an die Ansprechpartner der AOK-Landesverbände, regionale Gruppen an die AOK vor Ort.

Ansprechpartner/-innen der AOK Baden-Württemberg

Landesweite, baden-württembergische Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfekontaktstellen beantragen Zuschüsse zu Vorhaben und Projekten bei:

Isabelle Kemmel
AOK Baden-Württemberg
Hauptverwaltung
Referat I.2.3 Rehabilitation und Sozialer Dienst
Presselstraße 19
70191 Stuttgart
Telefon: 0711 2593-7734
Fax: 0711 2593-91-7734
E-Mail: isabelle.kemmel@bw.aok.de

Regionale Selbsthilfegruppen wenden sich bitte an die AOK-Bezirksdirektion vor Ort, wenn sie Unterstützung bei Aktionen oder Vorhaben benötigen. Wir unterstützen finanziell und/oder  mit Sachleistungen (sofern möglich).

Liste der regionalen AOK-Ansprechpartner für die Selbsthilfeförderung (PDF, 14 KB)

Die Antragsannahme und -bearbeitung der Anträge für Selbsthilfekontaktstellen erfolgt durch:
Martina Schickerling
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Baden-Württemberg
Politik – Ambulante Versorgung
Christophstraße 7
70178 Stuttgart
Telefon: 0711 23954-42
Fax: 0711 23954-16
E-Mail: martina.schickerling@vdek.com

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